Ausbildung zur Peer-Schreibtutorin/zum Peer-Schreibtutor

Schreibberatung

Im Zuge der zunehmenden Professionalisierung der universitären Lehre und der damit einhergehenden Verbesserung der Studienbedingungen haben Schreibzentren und Schreibberatungsstellen an Bedeutung gewonnen. Studierende können dort Unterstützung für das Schreiben ihrer wissenschaftlichen Arbeiten in Form von Workshops, Lehrveranstaltungen oder Beratungen erhalten. Zudem setzt sich das Konzept des US-amerikanisch orientierten Peer-Tutoring durch, nach dem Studierende höherer Semester ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen bei deren Lernprozessen unterstützen. Mit unseren Trainings zur Schreibberatung knüpfen wir an diese Entwicklungen an.

Sie werden in dieser Veranstaltung lernen, wie sie in Schreibberatungsgesprächen

  • aktiv zuhören und den Ratsuchenden einen geschützten Raum für ihre Anliegen geben können, z. B. durch die Verwendung von Gesprächstechniken, wie sie etwa in der systemischen Beratung vorgesehen sind;
  • Schreib- und Leseprozesse bewusst machen, d. h., die Prozesshaftigkeit des Lesens und Schreibens deutlich machen und diese Prozesse in bearbeitbare Schritte zerlegen können;
  • Lese- und Schreibtechniken erarbeiten können, d. h., gemeinsam mit den Ratsuchenden überlegen und eventuell ausprobieren, welche Techniken für sie in welcher Situation des Schreibens sinnvoll sind;
  • Schreib- und Lesestrategien bewusst machen, d. h., den Ratsuchenden vergegenwärtigen, dass es unterschiedliche Vorgehensweisen beim Lesen und Schreiben gibt, die nicht prinzipiell als richtig oder falsch zu beurteilen sind;
  • Stärken der Schreibenden aufbauen und Schwächen abbauen helfen, d. h., die Ratsuchenden dabei unterstützen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen, um die Stärken zu nutzen und für den Umgang mit Schwächen geeignete Strategien zu finden;
  • Textfeedback geben, d. h., wertschätzende Rückmeldungen zu Textentwürfen aus Sicht interessierter Leser*innen geben, die den Schreibenden Anhaltspunkte für die Überarbeitung liefern.

Dazu werden Sie anhand von Rollenspielen und verwandten Methoden, Schreibaufträgen, Reflexionsangeboten und Supervisionen universitäres Schreiben und Schreibberatung aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und erproben. Ihre Erfahrungen werden Sie in einem individuellen Portfolio reflektieren und auswerten.

Voraussetzungen

Um an dem Modul teilnehmen zu können, müssen die Interessentinnen/Interessenten vor der ersten Sitzung im März 2018 an einer Schreibwerkstatt des Schreib­zentrums im Umfang von ca. 16 UE (Workshop, zwei Mini-Workshops, Intensivkurs o. Ä.) teilgenommen haben. (Sprechen Sie uns bitte bei Fragen frühzeitig an!)

Dieses Modul richtet sich an fortgeschrittene Bachelor­studierende aller Fächer. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Erfahrung mit dem Schreiben von Hausarbeiten gesammelt haben.

Insbesondere angesprochen sind:

  • angehende Lehrerinnen und Lehrer,
  • Studierende, die in anderen pädagogisch ausgerichteten Berufsgruppen tätig werden wollen,
  • Studierende, die sich gern mit Texten auseinandersetzen.
  • Mehrsprachige Studierende und Studierende, die eine Fremdsprache studieren
  • Studierende aus den natur- und ingenieurswissenschaftlichen Fächern

Termine

Termin der 1. Sitzung: zweistündige Vorbesprechung nach individueller Terminvereinbarung

Im Wintersemester 2017/2018:

  • Training 1: 14. 16. März 2018, jeweils 10.00–16.00 Uhr
  • Training 2: 21. 23. März 2018, jeweils 10.00–16.00 Uhr

Im Sommersemester 2018:

  • Praxisphase: 10 Hospitationen im Schreibcafé des Schreibzentrums, in dieser Zeit mindestens 6 selbständige Beratungsgespräche
  • Supervisionstreffen: 18. April, 16. Mai, 14. Juni, 11. Juli 2018, jeweils 14-17 Uhr

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an schreibzentrum[at]rub.de